Beispiel 1

Energieeffizienz von Gebäuden

Nehmen Sie im folgenden Beispiel an, dass jemand erwähnt, dass seine Gemeinde ein Programm hat, in welchem Sozialwohnungen renoviert werden um diese energieeffizienter zu machen. Beziehen Sie die Teilnehmer mit ein, indem Sie in die Runde Fragen wie groß die Auswirkungen dessen wären.

Gehen Sie wie folgt weiter vor:

1. Wiederholen Sie, was der Teilnehmer gesagt hat.

"In Ihrer Gemeinde gibt es ein Projekt, das Wohnungen isoliert, Fensterdichtungen verbessert, den Dachstuhl isoliert, Wärmebrücken behebt usw.. Stellen wir uns also vor, dass die ganze Welt energieeffizienter leben würde.”

2. Bitten Sie die Teilnehmer, das Ausmaß zu schätzen, bevor Sie den Schieberegler bewegen.

„Was für einen Unterschied wird das Ihrer Meinung nach bewirken? Um wie viel Grad Celsius würde der Temperaturanstieg sinken? Um 4°C? 3? 3,8? 2? Merken Sie sich die Zahl. "

Ermutigen Sie die Teilnehmer, ihre Vorhersagen hinein zu rufen. Durch diese Übung wird die Funktionsweise des Simulationsmodells vermittelt.

Die Fragen in der oben genannten Reihenfolge sind enorm wichtig, da sie den Teilnehmern die realistische Auswirkung der von ihnen vorgeschlagenen Aktion verdeutlicht.

3. Geben Sie die Aktion in En-ROADS ein und erklären Sie, wo sie passt.

„Diese Art von Aktion bewegt den Regler namens „Energieeffizienz - Gebäude und Industrie.“ den Sie hier sehen können <zeigen Sie mit dem Zeiger auf den passenden Regler>. Nehmen wir an, die ganze Welt beginnt damit im nächsten Jahr und schließt die Vorkehrungen innerhalb eines Jahrhunderts ab. Dies würde auch die Effizienz von Gewerbe- und Industriegebäuden sowie Motoren einschließen <Öffnen Sie die erweiterten Einstellungen und zeigen Sie genauer was sich ändert> Die Effizienz verbessert sich um 1,2% pro Jahr. Nun haben wir den Status quo auf 3% pro Jahr verbessert. Das bedeutet, dass das Geld, welches in Gebäude und Industrie läuft, die Energieeffizienz um 3% pro Jahr verbessert.”

Es gibt extra eine Tabelle, die aufzeigt um wie viel Stufen Sie die Regler verändern sollten. Die Tabelle finden Sie im Reiter Materialien.

Materialien

4. Zeigen Sie den verwandten Graphen und wiederholen Sie die Aktion

Für das Beispiel Energieeffizienz öffnet sich der Graph neben dem Regler “Energieeffizienz - Gebäude und Industrie”

“Sehen Sie die blaue Linie, welche das aktuelle Szenario beschreibt? Wir gehen davon aus, dass Energieeffizienz sich von selbst verbessert. Beobachten Sie die blaue Linie während ich die Veränderung wiederhole. Sie trennt Sich dabei von der schwarzen Linie (beschreibt den Verlauf ohne Veränderung) und die Energieintensität der Wirtschaft verbessert sich wesentlich schneller.”

Wiederholen Sie die Aktion zwei bis dreimal schnell hintereinander um die Veränderung deutlich zu machen. Nutzen Sie hierfür die “Wiederholen” und “Rückgängig” Funktion in der Werkzeugleiste.

5. Zeigen Sie den Teilnehmern die passenden Graphen

Für das Beispiel Energieeffizienz öffnen Sie den Graphen “Energieintensität des BIP” unter “Population & BIP”. Wiederholen Sie die Aktion von der Standardeinstellung aus (verwenden Sie hierfür die Graphen zurücksetzen Funktion in der Werkzeugleiste) und zeigen Sie auf den Graphen für Kohle und Erdgas (erscheint als linke Grafik) und anschließend auf den Temperatureinfluss (bleibt als rechte Grafik). Auch hier wiederholen Sie die Veränderung mehrmals, um den Unterschied deutlich zu machen

„Die Welt wird immer effizienter, daher sinkt der Energiebedarf im Laufe der Zeit. Und wenn wir zusätzlich noch weniger fossile Brennstoffe verbrennen sinken die Emissionen, wodurch auch die Temperatur sinkt.“

6. Erklären Sie das Modellverhalten

Erklären Sie kurz, warum diese Aktion das Ergebnis im Modell hervorruft. Benennen Sie nach Möglichkeit auch genauere Gründe. Zum Beispiel die langen Verzögerungen der Energiewende, der „Rebound-Effekt“, welcher durch den Energiepreis und die Nachfrage ausgelöst wird. Weitere Informationen zu den einzelnen Reglern finden Sie im En-ROADS User Guide:

En-ROADS User Guide

7. Zusammenfassung

"Wenn der gesamte Gebäude- und Industriesektor jedes Jahr seine Energieeffizienz verbessern würde, würden wir weniger Kohle und Gas verbrennen und so Emissionen und Temperaturen reduzieren." Fragen Sie dann: "Ist somit das ganze Problem gelöst?" (Nein!) "Hat es geholfen?" (Ja!) „Diese Aktion ist keine Wunderwaffe. Es könnte ein einzelner Bestandteil einer Reihe von Maßnahmen sein, die zusammen dazu beitragen könnten, die Klimaziele zu erreichen.“

8. Diskussion der Auswirkungen

Nachdem eine Aktion im Modell implementiert wurde, können Sie die Teilnehmer ermutigen, kurz über die Auswirkungen dieser Aktion nachzudenken. Nehmen Sie sich nach der Umsetzung der Maßnahme etwas Zeit für eine kurze Diskussion über die Auswirkungen. Betonen Sie Vorteile (wie z. B. Co-Benefits) und wie wir sicherstellen können, dass z. B. gefährdete Bevölkerungsgruppen durch die Maßnahme nicht unverhältnismäßig geschädigt werden. Bestätigen Sie, dass die eine Aktion zwar nicht ausreicht, aber wichtig ist. Ein wichtiges Ziel des ersten Teils ist es Momente zu schaffen, welche die Teilnehmer motivieren aber zugleich für den zweiten Teil vorbereiten. Falls Sie noch Zeit über haben können Sie den obigen Vorgang nochmal wiederholen. Sollte die Zeit knapp müssen Sie aktiv eingreifen, da sonst die Zeit für den zweiten Teil fehlt. Beachten Sie, dass das En-ROADS-Benutzerhandbuch ausführliche Anleitungen enthält, die Sie dabei unterstützen.

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